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Farbfolienshooting Workshop Judith Bender Jura


Geschrieben von Christina Blenk am 15. Februar 2017 um 12:36 Uhr, abgelegt unter Allgemein
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Dieser Workshop bot mir eine neue Herausforderung. Farbfolien habe ich zwar schon seit Jahren aber diese

eher dezent eingesetzt. Die Bildbearbeitung stellt einen vor diverse Probleme. u.a., dass man Fehlerchen

nicht einfach so wegstempeln kann. Gerade auf der Stirn gab es Bereiche, die bei einer homogeneren Haut-

farbe keinerlei Schwierigkeiten gemacht hättem, hier jedoch nicht so einfach wegzuretuschieren waren.

Egal wo ich Referenzen aufgreifen wollte, die Farbe passte nicht. Daher war die Beautyretusche im ersten

Versuch sehr fleckig. Alina hat eigentlich eine sehr schöne Haut, doch da sie von unten, vorne und der Seite

belichtet wurde, sind unvorteilhafte Schatten entstanden, die die Haut sehr unrein wirken lassen.

 

Letztenendes habe ich eine Aktion zum Matter machen für die Stirn verwendet auch wenn Weichzeichner

in der Beautyretusche eher ungern gesehen wird. Ich arbeite normalerweise auch hauptsächlich mit Dodge

und Burn aber hier bin ich tatsächlich an meine Grenzen gestoßen. Es ist eben noch kein Meister vom

Himmel gefallen und ich brauche ja solche Grenzen, um mich weiter zu entwickeln. Gut, ich habe es mir nach

fast 3 Wochen an dem Bild arbeiten leicht gemacht. Die Stelle, die ich nicht hinbekommen habe, habe ich

teilweise abgeschnitten und dann durch eine Quick&Dirty Geschichte bereinigt. Mag nicht der eleganteste

Weg sein aber irgendwann muss auch mal Schluss sein.

 

Was habe ich daraus gelernt? Lichtsetzung anders gestalten.

 

Das zweite Problem waren die Schwarztöne. Ich war auf einem Workshop, bei dem ich vom Fotografen lernen

wollte. Also habe ich die Einstellungen an der Kamera vorgenommen, die mir empfohlen wurden. Aud dem

Display sahen die Bilder auch Tip Top aus aber am PC später traf mich teilweise doch der Schlag. Wenn man

alleine den Bereich des Schals unter dem Kinn anschaut. Auch in der RAW Convertierung konnte man die

abgesoffenen Stellen nicht mehr retten. Ich will da jetzt auch nicht die Schuld abtreten, denn alle Kameras

arbeiten bei gleicher Einstellung doch etwas anders und da hätte ich etwas besser aufpassen müssen. Aber

ich war einfach so aufgeregt. Nach Jahren triffst du endlich eines deiner größten Vorbilder. Da kann man

schon mal einfach was versemmeln. Nicht schlimm, ich hab den Schal von Hand wieder hergestellt, indem ich

ihn aus anderen Bildern herausgenommen und hier eingepasst habe.

 

Zu guter Letzt habe ich mir dann mit dem dunklen Farblook ins eigene Bein geschossen. Er sieht aber auch

so unheimlich geil aus. Doch das Internet verträgt ihn einfach nicht. Hintergrund, Teile des Gesichts und natürlich

der Schal waren, egal in welchem Format ich das Bild hochgeladen habe, bestückt mit Artefakten. Ich habe sämliche

Tipps aus dem Internet ausprobiert und alles was mir Profis geraten haben umgesetzt und dennoch sah es einfach

unmöglich aus. Kurz bevor ich das Bild einfach wegwerfen wollte, habe ich die Schwarztöne einfach der Tiefe

beraubt und den den schönen bordouxroten Hintergund so dunkel wie möglich gemacht. Und schon waren die

Artefakte fast weg. Das war wirklich schwierig, weil das Problem in meiner PSD Datei nicht vorhanden war aber

wenn man sich im Internet präsentiert, sieht das dann eben echt Sch* aus.

 

So nun hab ich mein Bild auf das ich fast stolz bin, auch wenn einem, dann immer wieder kleine Fehlerchen

auffallen, die ich auf jeden Fall noch ausbessern werde. Aber man wird immer was finden. Denn der, der sagt,

das seine Arbeit perfekt ist und einfach jeden Geschmack bedient, der macht definitiv etwas falsch.

 

So! Viel Text, ein Fazit.

Ich finde die Farbfolien toll und werde sie auch öfters nutzen aber auf meine Art. So ein Workshop soll einen

ja auch nur Möglichkeiten aufzeigen und nicht den Workshopleiter 1:1 zu kopieren.

 

LG eure Christina

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